Rückblick

Die Amigas in der "Kofra - Zeitschrift für Feminismus und Arbeit": 1999

Drucken
Details
Kategorie: Rückblick
Zugriffe: 1528

"Lesbencash in Lesbentäsch"
Die Amigas e.V. bieten ein Forum für selbständige Lesben. Klüngeln und politische Arbeit, das sind die beiden Hauptziele der Amigas. Als Netzwerk lesbischer Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen e.V. in Köln, Bonn und Umgebung hat sich die Initiative 1995 gegründet. Mittlerweile versammeln sich dort 40 selbständige Lesben aus den verschiedensten Branchen. Das "Klüngeln", also die Netzwerkarbeit, klappt mittlerweile ganz gut. "Ich empfehle eine Steuerberaterin, die Mit-Amiga ist, an meine Kundinnen und umgekehrt, oder ich kaufe Bilder für mein Büro von einer Künstlerin, die bei den "Amigas" ist, beschreibt die Bonner Finanz- und Vermögensberaterin Dr. Mechthild Upgang die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Frauen. "Lesbencäsh in Lesbentäsch" - das ist der Grundsatz, der dahinter steht. "Wir versuchen, gegenseitig unsere Wirtschaftskraft zu stärken, denn Frauen und gerade Lesben haben es in puncto Geld in unserer Welt einfach immer noch schwerer als Männer." Das gilt für die Schreinerin genauso wie für die Rechtsanwältin oder Ärztin. Neben der Netzwerkarbeit organisiert der Verein eine größere politische Veranstaltung im Jahr. Das Image von den Frauen im selbstgestrickten Pullover, das in der Szene zum Teil besteht, weist Mechthilf Upgang zurück:"Wir bilden einen Querschnitt der Lesbenwelt, da gibt es eben gut und weniger gut verdienende Frauen." .